08.03.2012, 19:00

Human Rights Lecture des ECCHR

"Der Fall Luciano Romero: Ermordung von Gewerkschaftern in Kolumbien - Muss Nestlé bestraft werden?"

Die Zeitschrift juridikum lädt im Anschluss an den Schwerpunkt "Transnationale Konzerne und Menschenrechte" zur Human Rights Lecture des ECCHR (European Center for Constitutional and Human Rights) ein:

"Der Fall Luciano Romero: Ermordung von Gewerkschaftern in Kolumbien - Muss Nestlé bestraft werden?"

Juridicum Wien | Schottenbastei 10-16 | SEM 10, 1. Stock | Donnerstag, 8. März | 19 Uhr

Am 10. Sep­tember 2005 wurde der kolum­bia­ni­sche Gewerk­schafter Luciano Romero von Para­mi­li­tärs brutal mit 50 Mes­ser­sti­chen ermordet. Romero hatte zuvor jah­re­lang für die kolum­bia­ni­sche Nestlé-​Tochter Cicolac gear­beitet. Die Geschäfts­lei­tung der Toch­ter­firma hatte ihn zuvor fälsch­lich als Guer­ril­la­kämpfer ver­leumdet, die Schweizer Kon­zern­lei­tung rea­gierte nicht auf diese Vorwürfe. Zusammen mit der kolum­bia­ni­schen Lebens­mit­tel­ge­werk­schaft SINAL­TRAINAL und kolum­bia­ni­schen Anwält/​innen hat das ECCHR die Frage nach der straf­recht­li­chen Ver­ant­wor­tung des Schweizer Mut­ter­un­ter­neh­mens und seiner füh­renden Mit­ar­beiter unter­sucht. Die Ergeb­nisse sollen vor­ge­stellt und rechts­po­li­tisch dis­ku­tiert werden.

Es sprechen:

Carlos Olaya (Gewerkschaft SINALTRAINAL, Kolumbien)  

über die Gewerkschaft als Opfer und als Kämpferin gegen Verfolgung und Straflosigkeit in Kolumbien, und

Wolfgang Kaleck (Generalsekretär des ECCHR - Berlin)

über die Frage der Strafbarkeit von Nestlé und das Schweizer Unternehmensstrafrecht


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