Zur Rolle des Verfahrens im Recht

Ausgehend von der These, dass Recht auf Verfahren angewiesen ist, untersucht die Studie, wie Gerichthalten und Rechtsprechen als gegenläufige Verfahren aufeinander bezogen sind. Während das Gerichthalten höchst formalisiert das Verfahren der Urteilsbildung vorbereitet, bleibt das Rechtsprechen als Urteilen weitgehend informell, knüpft aber am Gerichthalten an. Die Untersuchung zeigt an, dass rechtsförmige Urteile einer Eigensinnigkeit unterliegen, die an dieses doppelte Verfahren im Gericht und beim Urteilen geknüpft ist.