Wer Rechtsstaat leben will, muss übersetzen – zuerst füreinander, dann für alle
Die Glosse zeigt, warum der Rechtsstaat an seiner eigenen Sprache scheitern kann. Verwaltungsrecht lebt von Begründung, Verständlichkeit und Zugang. Doch Rechtswissenschaft, Verwaltung und Bürger*innen sprechen in unterschiedlichen Logiken und oft aneinander vorbei. Fachbegriffe, unklare Mitwirkungspflichten und abstrakte Dogmatik schaffen Barrieren, die Vertrauen und Teilhabe untergraben. Anhand konkreter Beispiele aus dem Sozialamt wird sichtbar, wie Recht nur wirken kann, wenn es übersetzt wird: in klare Sprache, konkrete Situationen und verständliche Entscheidungskerne. Wer Rechtsstaat leben will, muss Verständigung ermöglichen – zuerst füreinander, dann für alle